Römische Verträge
Am 25. März 1957 unterzeichnen in Rom die Vertreter Belgiens, der Bundesrepublik Deutschlands (BRD), Frankreichs, Italiens, Luxemburgs und der Niederlande die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EAG oder Euratom).
Die Unterzeichner sind:
- Außenminister Paul-Henri Spaak (Karlspreis 1957) und Baron Jean-Charles Snoy et d’Oppuers, Generalsekretär des Wirtschaftsministeriums (Belgien),
- Bundeskanzler Konrad Adenauer (Karlspreis 1954) und Walter Hallstein (Karlspreis 1961), Staatssekretär im Auswärtigen Amt (BRD),
- Außenminister Christian Pineau und Maurice Faure, Staatssekretär für Außenpolitik (Frankreich),
- Ministerpräsident Antonio Segni (Karlspreis 1964) und Außenminister Gaetano Martino (Italien),
- Premierminister und Außenminister Joseph Bech (Karlspreis 1960) und Lambert Schaus, Botschafter in Brüssel (Luxemburg),
- Außenminister Joseph Luns (Karlspreis 1967) und Johannes Linthorst Homan, Delegationsleiter bei der Regierungskonferenz für den Gemeinsamen Markt und die Euratom (Niederlande).
Alle Hauptunterzeichner wurden später mit dem Karlspreis geehrt, bis auf den KZ-Überlebenden Christian Pineau.