Christian Pineau
Christian Pineau hat zu Lebzeiten den Karlspreis nicht erhalten.
Person
Christian Pineau (* 14. Oktober 1904 in Chaumont-en-Bassigny (Haute-Marne), † 5. April 1995 in Paris) war seit den 1930er Jahren Mitglied der sozialistischen Gewerkschaft CGT und enger Vertrauter von Léon Jouhaux (Friedensnobelpreis 1951). Während der Besatzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht wurde er im Widerstand aktiv. 1943 wurde er von der Gestapo festgenommen und ins KZ Buchenwald deportiert. Nach der Befreiung Frankreichs war er von 1945 bis 1958 sozialistischer Abgeordneter des Départements Sarthe.
Von 1956 bis 1958 war er Außenminister. Pineau versuchte eine Öffnung gegenüber den Staaten des Warschauer Paktes zu erreichen. Er war einer der sechs Hauptunterzeichner der Römischen Verträge, wurde aber im Gegensatz zu Konrad Adenauer (1954), Josef Bech (1960), Joseph Luns (1967), Antonio Segni (1964) und Paul Henri Spaak (1957) nicht mit dem Karlspreis ausgezeichnet.
Weblinks
- Wikipedia: Christian Pineau
- Biographie Christian Pinau in der virtuellen Ausstellung "50 Jahre Römische Verträge" des Auswärtigen Amtes